Warum gute Medizin allein nicht reicht!

Grafik mit Herzlinie und Wachstumskurve

Inhaltsverzeichnis

Ein Bereich entscheidet über den wirtschaftlichen Erfolg einer Praxis – und wird trotzdem oft nebenbei erledigt.


Stellen Sie sich einen ganz normalen Praxistag vor: Das Telefon klingelt, im Wartezimmer wird es voller, eine Blutentnahme läuft, das nächste EKG wartet. Und irgendwo dazwischen muss auch noch abgerechnet werden.

Genau in diesem „Dazwischen“ liegt ein Problem, über das erstaunlich wenig gesprochen wird.

Ärztinnen und Ärzte investieren viele Jahre in ihr medizinisches Wissen. Medizinische Fachangestellte lernen, den Praxisalltag zu organisieren und Patientinnen und Patienten kompetent zu betreuen. Ein Bereich kommt in Ausbildung und Alltag aber regelmäßig zu kurz: die vertragsärztliche Abrechnung.

Abrechnung ist mehr als das Erfassen von Ziffern

Die EBM-Abrechnung ist komplex, deutlich komplexer, als es das reine Eintragen von Gebührenordnungspositionen vermuten lässt. Wer das Honorar einer Praxis nachhaltig sichern will, muss verstehen, wie die jeweilige Kassenärztliche Vereinigung arbeitet, welche regionalen Besonderheiten gelten und wie sachlich-rechnerische Korrekturen überhaupt entstehen.

Wird die Abrechnung unter Zeitdruck „nebenbei“ erledigt, entstehen Fehler. Und diese Fehler haben spürbare finanzielle Folgen:

  • Leistungen, die erbracht, aber nie abgerechnet wurden.
  • Kürzungen durch die KV.
  • Auffälligkeiten, die im ungünstigsten Fall eine Wirtschaftlichkeitsprüfung nach sich ziehen.

Das Ergebnis ist in vielen Praxen dasselbe: Es bleibt Honorar liegen, für Arbeit, die längst geleistet wurde.

Warum man Abrechnung nicht isoliert betrachten darf

Abrechnung lässt sich nicht sinnvoll von den Abläufen einer Praxis trennen. Welche Leistungen dokumentiert werden, wie eine Praxis organisiert ist, welche KV zuständig ist – all das greift ineinander.

Besonders unterschätzt wird dabei die Dokumentation. Sie ist nicht nur lästige Pflicht, sondern die Grundlage jeder sicheren Abrechnung. Vollständig und nachvollziehbar dokumentiert, wird sie im Fall einer Prüfung schnell zum entscheidenden Faktor.

Der eigentliche Punkt

Gute Medizin ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Praxis – aber sie garantiert sie nicht. Ob eine Praxis wirtschaftlich stabil bleibt, entscheidet sich zu einem großen Teil dort, wo im Alltag am wenigsten Zeit ist: bei der Abrechnung.

Wer Leistungen korrekt, vollständig und wirtschaftlich abrechnet, gewinnt am Ende genau das zurück, was im Praxisalltag am knappsten ist – die Möglichkeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: die Versorgung der Patientinnen und Patienten.


Wie gehen Sie in Ihrer Praxis mit dem Spannungsfeld zwischen Versorgung und Abrechnung um? Wir freuen uns über Ihre Perspektive.

Kontakt zu ratiomedicus

Sie möchten mehr wissen? Schreiben Sie Ihre Fragen an ratiomedicus!

Contact Form